Instagram

Wir haben nun also geklärt, warum es besser ist, eine Facebook Seite für Dein Projekt zu benutzen, statt ein Profil zu pflegen. Solltest Du noch Fragen dazu oder zu anderen Themen rund um Facebook haben, schreib sie einfach in die Kommentare oder schick uns eine Nachricht. Vielleicht gehe ich dann in einem der nächsten Artikel darauf ein, denn zu Facebook gibt es sicherlich noch mehr zu sagen. Antworten werde ich aber in jedem Fall. Heute soll es aber erst ein mal um Instagram gehen, dem Netzwerk, das momentan wohl am angesagtesten ist bzw. einen der größten Hypes erlebt.

Logo
Instagram logo“ von Instagram – The logo is from the http://itunes.apple.com/us/app/instagram/id389801252?mt=8&ign-mpt=uo%3D2 website. Apple iTunes App Store. Lizenziert unter Logo über Wikipedia.

Was ist Instagram

2010 als Fotoharing-APP nur für iOS gestartet, unterstützt es heute auch Videos und ist ausserdem auf den Plattformen Android und Windows Phone kostenlos nutzbar. Der große Durchbruch von Instagram kam 2012, als Facebook bekannt gab, den Bilderdienst für 1 Milliarde Dollar zu kaufen. Das sollte aber auch erstmal genug sein zur Geschichte von Instagram. Mehr Informationen und Hintergründe kannst Du in der Wikipedia nachlesen.

Instagram ist seitdem enorm gewachsen. Schon lange benutzen es nicht mehr nur Geeks, um ihren Matekonsum oder ihre Ernährung zu dokumentieren. Für viele Firmen ist ein Auftritt bei Instagram heutzutage so selbstverständlich wie die Facebook-Seite und ein Blog. Was erstaunlich ist, da Instagram, zumindest aus Sicht des Marketings, einige Hürden aufgestellt hat, die nicht jedem Verantwortlichen gefallen dürften. So kann man zwar Links in die Beschreibung zum Bild eintragen, aber die Nutzer können diesen dann weder anklicken noch kopieren. Zumindest ist dies bei der offiziellen APP für iOS Geräte so. Einzig im Profil des jeweiligen Accounts kann ein Link hinterlegt werden, der auch mit einem Klick aufrufbar ist. Zwar kann man Instagram inzwischen auch im Browser benutzen, aber es ist eher alles auf das Smartphone optimiert. Bis vor kurzem konnte man sich im Browser vom Computer aus einloggen, dann allerdings nur sein Profil bearbeiten. Seit kurzem kann man die eigene Timeline durchstöbern, sich durch die Photostreams der User klicken und auch die Bilder kommentieren und Liken. Bilder und Videos hinzufügen und hochladen kann man hingegen nur mit dem Smartphone. Das finde ich persönlich gar nicht weiter schlimm. Ich glaube auch nicht, dass es sich in nächster Zeit ändern wird. Es würde dem Netzwerk wahrscheinlich nur Schaden, würde es Spammern so doch nur leichter gemacht den Dienst zu missbrauchen.

Für wen ist Instagram nützlich

Das Netzwerk ist ein visuelles Medium und auf Bilder ausgerichtet. Die Möglichkeit Videos in seine Timeline zu laden wurde erst später freigeschaltet, nachdem „Vine“ online ging. Vine ist ein Dienst mit dem die User ausschließlich Videos von maximal 6 Sekunden Länge teilen können. Aber darauf gehen wir dann in einem anderen Beitrag ein. Bei Instagram ist die Länge der Videos auf 15 Sekunden beschränkt. Die Möglichkeit mit Videos zu arbeiten ist definitiv ein Pluspunkt für Instagram, aber natürlich auch für Dich und Deine Marketing Aktivitäten. Allerdings ist bei Videos einiges mehr zu beachten als bei Fotos. Solltest Du mit Instagram gerade erst starten, konzentriere Dich erstmal auf die Bilder und starte dann etwas später mit Videos. Instagram kann jedes Unternehmen für sich nutzen. Es spielt eigentlich kaum eine Rolle, welches Produkt oder welche Dienstleistung Du anbietest. Du mußt es nur wollen und damit anfangen. Der Gedanke „Ich mach das jetzt, weil es angesagt ist und man das jetzt haben muss“ ist allerdings falsch. Auf Instagram sind 90% der Nutzer in einem Alter von 18 bis 35 Jahren. Wenn Du Instagram zur Markenbildung nutzen willst, musst Du diese Zielgruppe im Blick haben und für sie relevante oder interessante Themen bieten. Schau Dich um, wie andere Unternehmen Instagram für sich nutzen. Besonders die, die Ähnliches wie Du anbieten. Das dürfte für Inspiration sorgen, aber bitte kopiere nicht einfach.

Lass Dich nicht abschrecken von all den auf Hochglanz polierten Bildern, die an verrückten Orten mit teurem Equipment entstanden sind. Lass Dich inspirieren, aber nicht einschüchtern. Du musst kein Profifotograf sein, solltest allerdings schon ein paar grundlegende Sachen beachten. Das, was Du zeigen willst, sollte scharf abgebildet sein und erkennbar sein. Verwackelt, unscharf und nur zum Teil im Bild, dass kommt nicht gut an. Das Licht sollte passen. Mit Licht erzeugt man Stimmungen. Zu Dunkel, so das dass Bild sehr verrauscht ist, transportiert das Bild keine Stimmung. Das sind nicht unbedingt feste Regeln und selbst wenn, spricht nichts dagegen diese auch mal zu brechen. Sei kreativ und probier auch mal Dinge aus und merke Dir was bei Deinen Followern ankommt.

Storytelling – Zeige Bilder und erzähle die Geschichte dazu

Was kannst Du posten und was nicht? Kurz gesagt, solange es den Richtlinien von Instagram entspricht, kannst Du posten, was Du willst. Allerdings solltest du es mit Spaßbildern oder zu privaten Bildern nicht übertreiben, wenn der Account eher als Marketing für Dein Business gedacht ist. Sie sollten sich wenn dann die Waage halten. Zeige, was hinter den Kulissen läuft und woran Du gerade arbeitest, dass interessiert Fans und Kunden. Natürlich ohne zuviel zu verraten.

Erzähl die Geschichte zum Bild. Zum Beispiel wo kommen Deine Produkte oder die Rohstoffe für das Produkt her. Aber auch anders rum kannst du es angehen. Ist etwas Witziges passiert, aber Du hattest keine Hand frei oder Zeit es in einem Bild festzuhalten. Benutz dann sozusagen ein Symbolfoto. Allerdings sollte das schon zur Geschichte passen. Achte aber auch darauf, dass Deine Geschichten nicht zu lang werden. Längere Geschichten sind eher was für Dein Blog, aber anteasern kannst Du diese auf Instagram natürlich.

Die Sache mit den #Hashtags

Die Hashtags sind eines der wichtigsten Elemente auf Instagram. Mit Hashtags kannst Du heraus finden was gerade ein Trendthema ist und sie helfen Dir interessante Nutzer zu finden. Versehe Deine Postings mit Hashtags die passen. So finden interessierte auch Dich und werden dann zu Kunden und Fans. Außerdem helfen sie Dir beim Kontakt zu Kunden und Fans. Ermutige sie, sich mit Deinem Produkt oder in Deiner Location zu fotografieren und diese Fotos mit einem definierten Hashtag zu versehen. So werden sie Botschafter Deiner Marke und helfen Dir so ganz nebenbei und spielerisch beim Marketing. Anfangs kann man das mit Gewinnspielen oder einem anderen Bonus verbinden. Ist Die Marke größer und beliebter, machen die User das auch gerne mal ohne Anreiz.

So kann man zum Beispiel die geteilten Bilder der Kunden auch auf dem Firmenaccount wieder teilen. Schreibt man in die Beschreibung dann Bild von @Nutzername und Vielen Dank. Freut sich der Kunde auch und bekommt vielleicht auch ein paar neue Follower. Ein Café könnte auch unter allen Usern die ein Bild mit dem entsprechenden Hashtag versehen haben, einen Kaffee und ein Stück Kuchen verlosen. Wird der Gewinn eingelöst, hat man schon wieder Content zum teilen. Möglichkeiten gibt es viele und wenn man ein wenig kreativ ist, verbreiten sich solche Geschichten ganz von selbst und rasend schnell im Internet. Stichwort: Viral.  Bedenke aber, dass es auch immer mit Arbeit und Zeit verbunden ist. Übertreibe es also nicht mit Promoaktionen, zu viele davon schrecken die Kunden auch eher ab und locken nur Abstauber an.

Wie bekommst Du nun Follower

Aktiv sein! Das bedeutet nicht, dass Du jeden Tag mehrere Bilder posten musst. Die Geschwindigkeit der Updates auf Instagram ist noch entspannt in Deutschland. Meiner Erfahrung nach, folgen die meisten User nicht mehr als 100 Accounts und gehen in ihren Timelines rückwärts und schauen was gepostet wurde. Wenn Du sehr viel postest, kannst Du so auch schnell das Gegenteil von dem erreichen, was Du Dir als Ziel gesetzt hast. Zu viel Content übersättigt den User und im schlimmsten Fall ist der Follower genervt weg. Man muss ja auch nicht immer alles sofort posten, was gerade passiert. Überlege Dir, was Du zeigen willst, erstelle Dir einen Zeitplan und poste dann gut überlegt. So vergisst man auch keine Hashtags oder hat Flüchtigkeitsfehler in der Beschreibung.

Aktiv sein bedeutet aber auch, dass Du Dich umschauen musst. Folge Deinen Followern zurück. Schau Dir an, was sie posten. Wenn es Dir gefällt, dann zeig es auch. Liken und kommentieren sind entscheidende und wichtige Funktionen. Suche nach relevanten Hashtags, die mit Deinem Unternehmen zu tun haben, kommentiere, like und folge den Accounts, die Dir gefallen. Auch hier aber heißt es nicht übertreiben. Wenn Du jedes Bild eines Users mit „Gefällt mir“ markierst oder immer nur „schön“ oder „tolles Bild“ schreibst, nimmt Dich auch keiner mehr ernst.

sharing is caring

Natürlich kann man die eigenen Inhalte auch in anderen Netzwerken teilen. Instagram bietet Dir beim Posten von Inhalten Twitter, Facebook, Tumblr und Flickr an. Flickr allerdings nur wenn Du ein Foto teilst. Bei Facebook kann man beim Einrichten auswählen, ob man in einem Profil oder auf einer Seite teilen will. Selbstverständlich läßt sich das auch später noch ändern. Hier solltest Du natürlich die entsprechende Seite wählen.

Teile ausgesuchte Instagram-Bilder in den Netzwerken und gebe auch hier Hashtags an, die Deinen Fans helfen Dich auf Instagram zu finden. Unter jedem Deiner Postings auf Instagram, ist ein Button mit 3 Punkten. Hier findest Du unter dem Begriff „Teilen“ den direkten Link zu dem Inhalt. Somit hast Du die Chance, diesen auch auf anderen Plattformen wie Google+ oder LinkedIN zu teilen. Auch ein Embeded-Code findet sich hier, um zum Beispiel Deine Videos in Deinem Blog zu zeigen.

Apropos Blog, benutze Social Icons und verbinde alle von dir benutzten Netzwerke. Zeige, wo Du aktiv bist und animiere Deine Leser, Deinen Aktivitäten auch dort zu folgen. Auf Instagram sind die Unternehmen besonders erfolgreich, die ihren Followern exklusive Inhalte bieten. Wie schon der erwähnte Blick hinter die Kulissen oder Rabatte und spezielle Angebote. So kann der Kontakt und die Kommunikation mit Deinen Fans und Kunden auf Instagram zum Aufbau einer dauerhaften Beziehung zu diesen beitragen.

Tipp

Nutze die APP zum Veröffentlichen und um auf Kommentare zu reagieren, wenn die Zeit da ist. Um effektiv interessante Nutzer zu finden und ihnen zu folgen, bietet sich der Browser und verschieden Tools am PC an. Wie bei Facebook oder Twitter gibt es auch bei Instagram viele Drittanbieter mit Tools und APPs die Dich unterstützen.