Social Media im Marketing am Beispiel Instagram

Wenn ich die verantwortlichen Personen von kleineren Unternehmen frage, ob sie auch in Sozialen Netzwerken aktiv sind, erhalte ich meist „klar, Facebook“ als Antwort. Frage ich dann genauer nach bzw. ob sie auch auf anderen Netzwerken aktiv sind, wie zum Beispiel Twitter, Instagram, YouTube oder Pinterest bekomme ich  als Antwort oft eine Gegenfrage.

Wieso?

Ich kann die Frage verstehen, es kostet Zeit und es ist Arbeit sich um die Netzwerke zu kümmern. Auch ist nicht jede Plattform wirklich für jedes Unternehmen nützlich. Bei vielen würde ich sagen, es reicht wenn sie sich erstmal einen Account mit dem entsprechenden Namen sichern.

Zumindest kann so niemand Schabernack mit dem Namen anstellen und wenn die Zeit reif ist oder man eine Idee hat, kann man sofort loslegen. Bei anderen Netzwerken lohnt es zusätzlich zum Namen sichern, noch ein sogenanntes Monitoring zu betreiben. Ein überwachen der entsprechenden Netzwerke, wenn man es mal etwas drastischer ausdrücken möchte.

Über ihr Unternehmen wird gesprochen

Monitoring oder „Überwachen“ klingt jetzt vielleicht erstmal etwas negativ, aber das ist es gar nicht. Ganz im Gegenteil es kann ihnen im Marketing sehr helfen und nützlich sein. Am Beispiel Instagram will ich mal etwas beleuchten, wieso sie auch oder gerade als kleines Unternehmen auf Instagram aktiv sein sollten.

Denn nur weil sie als Unternehmen auf Instagram oder in anderen Netzwerken nicht vertreten sind, heißt es nicht, dass sie dort nicht über sie gesprochen wird. Dabei muß man jetzt gar keine Sorge haben das schlecht über Produkte oder die Firma gesprochen wird. Das ist natürlich auch möglich, aber das viele positive Feedback kommt auch nicht bei ihnen an. Feedback das wichtig ist, für die Entwicklung, Motivation und nicht zuletzt auch für ihre Werbung.

Werbung auf Instagram

#steigenbergermoments #steigenberger #steigenbergerhotel #heringsdorf #usedom #usedommagazin #hotelroom #hotellife #bed #interior #interiordesign

Ein von Mario Thiel #thiema (@mario_bliwiko) gepostetes Foto am

Mund-zu-Mund-Propaganda, Empfehlungen von Freunden, das war schon immer die beste Werbung. Wenn ein bekannter etwas empfiehlt, ist es immer wertvoller, als wenn eine Firma das eigene Produkt bewirbt. Genau das passiert in den Sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram. Auf Instagram noch mehr, als auf Facebook. Selbst wenn sich die User nicht persönlich kennen, ist eine Empfehlung von einem Account dem sie schon lange folgen, für viele glaubwürdiger als ein Tipp von einem alten Schulfreund. Die User bauen Beziehungen untereinander auf, sie begleiten einander teilweise schon Jahre, kennen das Leben der anderen oder glauben es zumindest und haben sich doch noch nie persönlich getroffen.

Große Firmen nutzen das nicht erst seit gestern, schicken den Accounts mit den meisten Followern die eigenen Produkte zum testen und bezahlen sie auch dafür das sie das zeigen. Das kostet den Unternehmen teilweise richtig viel Geld und bringt am Ende doch so wenig. Vielleicht hat ein User 200.000 Follower. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass er auch so viele erreicht und ob die alles verstehen was in der Beschreibung steht. Accounts die nur 200 Follower aufweisen, können wichtiger sein und mehr erreichen als dieser. Weil die 200 Follower dichter dran sind am User, eine engere Beziehung haben, lokal dichter dran sind oder weil der User und seine Follower besser zum Produkt passen.

Potenzial nutzen

Man kann Instagram im Marketing aber auch nutzen, ohne große Kosten zu produzieren, viel Geld zu investieren und trotzdem eine Wirkung erzielen. Gerade das macht es für Kleine und Mittelständische Unternehmen interessant. Warum nicht die User als Testimonial nutzen und die Bilder und Geschichten für das Marketing nutzen. Natürlich muss man sie dafür aber auch entdecken und das kann man nur, wenn man auch aktiv ist oder zumindest im Auge behält ob und was gerade über einen gesprochen wird.

Mit der Suche, den Hashtags und Geotagging, ist das auf Instagram auch gar nicht so schwer nachzuvollziehen und man muss nun nur noch reagieren. Ein Kommentar und sich bedanken für das Bild und die netten Worte, das dauert nicht lange und erfreut den User nicht nur, sondern bleibt auch positiv in Erinnerung. Sie können die Bilder auch nutzen um auf anderen Plattformen darüber zu berichten. Instagram ermöglicht Bilder mittels Code in Webseiten einzubinden und man kann eine Geschichte dazu schreiben und sich so bedanken.

Wenn Gäste zum Beispiel, Bilder wie diese vom Urlaubs-Hotel posten:

#Danke für den tollen #Empfang im #Ostseehotel #Ahlbeck auf #Usedom :) #Geburtstag #Begrüßung #Sekt #Seetel #Hotel

Ein von Daniel Kruppert (@danielkruppert) gepostetes Foto am

Guten Morgen.☀️☕️ #Usedom #lebenmitkindern #urlaubmitkindern #erholung #momlife #familienzeit

Ein von Sarah (@_cheynice_blog) gepostetes Foto am

 

🌾Guten Morgen Sonnenschein #enjoylife #sunshine #morningroutine #breakfast #dasahlbeck #hotel #spa #relax #ostsee #balticsea

Ein von Silja Reese (@sonnensilja) gepostetes Foto am

Kleiner Einsatz, große Wirkung

Bessere Werbung können sie kaum bekommen, weil sie von echten Gästen ist, weil sie ehrlicher ist als jede Zeitungsanzeige. Die Gäste haben noch mehr Bilder gemacht und man könnte wirklich ihre Geschichten aufgreifen und neue daraus bilden und im Firmenblog erzählen. Man kann auch den Link zum Bild auf Facebook posten, ein paar Worte dazu und ein Dank und man hat authentische Inhalte und gute Werbung. Die Beispiele oben wurden übrigens nicht wahrgenommen soweit ich es zurückverfolgen konnte. Zumindest kein Wort des Dankes in den Kommentaren, aber auch keine Erwähnung auf Facebook oder in einem Blogpost. Verschenktes Potenzial würde ich sagen.

Das geht auch in anderen Branchen und nicht nur im Hotelgewerbe. Autohäuser wäre ein anderes Beispiel, so ziemlich jeder macht Bilder von seinem neuen Auto. Als Verkäufer kann man nach Vertragsabschluss und bei der Abholung noch anbieten, ein Bild des Kunden und dem Auto für dessen Instagram-Profil zu machen. Dann nur noch darauf achten, dass der Name des Autohauses im Bild zusehen ist oder zumindest ein entsprechendes Hashtag genutzt wird.

Ich liebe dieses Auto ❤️ #opel #opeladam #rot #dinnebier #adam #autokauf #neuwagen #templin #auto

Ein von Nathalie Schöne (@nathalie_schoene) gepostetes Foto am

Dinnebier ist nun kein kleines Unternehmen, aber auch sie verpassen die Chance.

Kunden wahrnehmen und Informieren

Natürlich kann man in den Sozialen Netzwerken auch Neukunden gewinnen, aber das ist gar nicht so einfach wie viele „Experten“ einem immer weismachen wollen. Sie versprechen Ihnen, mit wenig Einsatz und geringer Investition, oft einen Anstieg von Neukunden, Reichweite und Umsatz von 50 bis 100%. Jeder der Ihnen das so verspricht, will Ihnen nicht helfen sondern vor allem eines. Ihr Geld

Meiner Meinung nach, sollten sie die Sozialen Netzwerke vor allem als dierekten Draht zu Bestandskunden verstehen. Durch geschicktes und vielleicht auch aussergewöhnliches Marketing, können sie ihre Kunden dazu animieren, den Unternehmens-Profilen in den Netzwerken zu folgen. So bleiben sie in Kontakt mit dem Kunden, können ihnen über neues Informieren und bleiben sichtbar.

Präsenz zeigen

Die Werbung die Neukunden generiert, entsteht dann schon fast nebenbei. Natürlich kann und sollte man das dann auch etwas forcieren. Es ist aber nicht nur wichtig für Bestandskunden oder Neukunden. Auch potenzielle neue Mitarbeiter kann man so auf sich aufmerksam machen. Sie kennen doch sicher den Slogan „Geht ins Ohr, bleibt im Kopf„. In den Sozialen Netzwerken ist es ganz ähnlich.

Sie bleiben in Erinnerung wenn sie aktiv sind.

Höchste Zeit zu handeln #thiema #altundunberechenbar #beardyman #bliwiko #words #marketing #socialmedia
Ein von Mario Thiel #thiema (@mario_bliwiko) gepostetes Foto am

Facebook – Profil oder Seite ?

Immer wieder fallen mir Facebook Profile auf, die keine Private Person sondern eine Firma, ein Projekt oder ein Unternehmen repräsentieren. Ich frage mich dann immer, warum hier keine Seiten angelegt werden, aber zu den Gründen kann ich auch nur Vermutungen anstellen. Die meisten werden schlicht nicht wissen, dass jeder Seiten anlegen kann oder wissen nicht wie man es macht. Einige werden aber auch nicht wissen, welche Vor- oder Nachteile eine Seite oder ein Profil hat.

Ich bin da konsequent der Meinung, dass Du ein Profil für Dich privat anlegen kannst, aber für alles andere bitte eine Seite, selbst wenn es Dein Haustier ist. Ein Profil für Dein Kind musst Du übrigens schon gar nicht anlegen. Das soll der Spross lieber selbst machen, wenn sie/er alt genug ist und vor allem es auch selbst will. Für manche Projekte kann es auch sinnvoller sein eine Gruppe anzulegen, aber das lass ich hier jetzt erst mal aussen vor.

Warum eine Seite Dir und Deinem Projekt mehr bringt

„Facebook – Profil oder Seite ?“ Weiterlesen

Instagram für Unternehmen

Instagram

Wir haben nun also geklärt, warum es besser ist, eine Facebook Seite für Dein Projekt zu benutzen, statt ein Profil zu pflegen. Solltest Du noch Fragen dazu oder zu anderen Themen rund um Facebook haben, schreib sie einfach in die Kommentare oder schick uns eine Nachricht. Vielleicht gehe ich dann in einem der nächsten Artikel darauf ein, denn zu Facebook gibt es sicherlich noch mehr zu sagen. Antworten werde ich aber in jedem Fall. Heute soll es aber erst ein mal um Instagram gehen, dem Netzwerk, das momentan wohl am angesagtesten ist bzw. einen der größten Hypes erlebt.

Logo
Instagram logo“ von Instagram – The logo is from the http://itunes.apple.com/us/app/instagram/id389801252?mt=8&ign-mpt=uo%3D2 website. Apple iTunes App Store. Lizenziert unter Logo über Wikipedia.

Was ist Instagram

„Instagram für Unternehmen“ Weiterlesen